
Der Vergleich zeigt die Ecke Georgstraße 34 und Windmühlenstraße in Hannover im Jahr 1906. Das imposante Gebäude ist historisch als Haus Friedrich-Wilhelm bekannt und wurde in den Jahren 1898/99 nach Plänen des Architekten Hubert Stier im Stil des Neobarocks errichtet. Die Namensgebung war eine Referenz an das preußische Herrscherhaus der Hohenzollern und unterstrich die politische Zugehörigkeit Hannovers. Besonders prägend war die opulente Dachzone, die von einem großen Reichsadler gekrönt wurde und im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Im Erdgeschoss weist das Schild Auto-Palast auf eine exklusive Nutzung hin, die eng mit dem damaligen Hauptmieter Continental AG verbunden war, sodass hier vermutlich Luxusautomobile verschiedener Oberklassehersteller auf Conti-Pneus präsentiert wurden. Der Anblick dieser Fahrzeuge verdeutlicht die extreme soziale Kluft jener Zeit, denn während ein gelernter Facharbeiter um 1906 oft nur etwa 1.200 Mark Jahresgehalt erzielte, kostete ein solches Automobil das Zehn- bis Fünfzehnfache dieses Lohns und war somit ein reines Statussymbol einer kleinen Oberschicht.


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